07-04-09

Toscane

toskana

Im Zug zurück ins Wallis. Die Bikeferien in der Toskana sind vorbei. Ein Rückblick auf eine schöne Woche, die nass beginnt, aber mit wunderbarem Frühlingswetter endet!

Am Samstag, den 28.März  09 reise ich Richtung Süden. Ich frage mich, ob das eigentlich stimmt, da es immer dunkler, grauer und vor allem nasser wird. Es regnet ununterbrochen, als ich abends gegen halb 7 in Tenuta il Cicalino ankomme, gerade noch rechtzeitig zum Apéro. Housi versichert uns beim Willkommen, dass es nur besser werden kann. Später müssen wir aber feststellen, dass Housi kein guter Wetterfrosch ist, dafür ein ausgezeichneter Biker-Guide.

Sonntag 09:30, alle sind bereit um die erste Tour in Angriff zu nehmen. Bikes werden angeschaut, Oberschenkel gemessen, „Gegner“ eingeschätzt, und dann geht es endlich los. Die ersten Kilometer sind etwas komisch: fahren in einer Gruppe, nagelneues Bike, gemietet bei MTBeer, da die italienische „SBB“ keinen Velotransport kennt. Jetzt bin ich froh darüber; es ist eine interessante Erfahrung, neues Material testen zu können. Wenn das Bike top ist, kann man nur noch an sich selber tüfteln und das scheint nötig zu sein. Schnell merke ich, dass hochfahren meine Stärke ist, dafür bin ich bei der Abfahrt immer hinten in der Gruppe zu finden. Technik! Genau das wollte ich hier lernen. Als Vorbereitung für den Gigathlon sind die Halbtagesstrecken eh kurz, doch kann ich das mit einem Lauf am Nachmittag kompensieren.

Nass werden wir ständig: durch den Regen oder wegen der vielen Wasserpfützen auf der Strecke oder beim Abspritzen von Bike, Schuhen und Kleidern. Das macht nichts, es gehört zum Mountainbiken.

Abends beim Nachtessen werden jeweils die spektakulärsten Stürze, Angriffe, platten Pneus besprochen und Anekdoten und Witze erzählt bei einem himmlischen 4 Gänge- Menü von unserem Starkoch Salvo. Allein dafür lohnt es sich schon nach Tenuta il Cicalino zu reisen.

Montag: trocken (jedenfalls der Himmel), 40km. Dienstag: unsere geplante Tagestour fällt bereits nach 10 Kilometern buchstäblich ins Wasser und endet notgedrungen wegen eines heftigen Gewitters in einer Jagdhütte mitten im Wald. Mittwoch: eigentlicher Ruhetag, wegen des Wegfallens der Tagestour ist Housi aber bereit, auch heute ein Stück zu fahren. Dank seiner ausgezeichneten Gegend-Kenntnisse können wir heute das Unwetter umfahren und kommen nach einer spektakulären Strecke sogar trocken zum Hotel zurück. Diese Strecke wird durch die Teilnehmer im Nachhinein als „hüäru güät“ bezeichnet. Mehr und mehr wird das Fahren im Dreck ein Genuss und das Wetter wird auch, langsam aber sicher, trockener.

Das angebotene Workshop: richtiges Reinigen und Schmieren eines MTBs, ist sehr interessant und lehrreich, das spart mir in Zukunft bestimmt etliche Stunden Zeit und Geld.

Donnerstag: Frühlingswetter, 26km. In kurzen Hosen nehmen wir diese atemberaubende Strecke in Angriff, bei den Abfahrten ertönen regelmäßig Jauchzer, welche für sich selbst sprechen.

Freitag: sonnig und warm, 32km. Housi hat sich nochmals gesteigert mit dieser letzten Tour.

 

Kurz und bündig kann ich von dieser Woche sagen: Es war einfach „hüäru“ cool!

19:28 Gepost door Ome Peetie in Algemeen | Permalink | Commentaren (0) |  Facebook |

De commentaren zijn gesloten.